Das geächtete Hamburg

Unsere schöne Stadt erlebt momentan ja leider Zeiten, auf die sie sicherlich gerne verzichtet hätte. Viele Menschen hier sind mit dem Ehec Erreger infiziert, die Krankenhäuser platzen förmlich aus allen Nähten und Hamburg scheint ein echter Brennpunkt zu sein, was diese Epidemie betrifft.

Der Großmarkt in der Stadt gerät immer wieder in den Fokus des Geschehens und keiner traut sich mehr, Gemüse zu kaufen. Besonders Salatgurken und Tomaten sowie Blattsalate werden gemieden, als wären sie ohnehin schon immer giftig gewesen. Im Grunde kann ich das ja verstehen, aber das Letzte, was ich mir momentan wünschen würde, wäre, Bauer zu sein.

So war ich letzte Woche auf dem Markt hier in Hamburg und konnte beobachten, wie die Bauern ganz verzweifelt versucht haben, ihre Produkte an den mann zu bringen. Da gehen ganze Kisten mit frischen Tomaten oder Gurken für einen Euro über den Tisch. Das Einzige, wovon der Bauer hier profitiert, ist die Tatsache, dass er diese Kiste am Ende des Tages dann nicht vernichten muss.

So ranken sich momentan viele Gerüchte rund um Ehec und in Hamburg fühlt es sich ein wenig an, als hätte sich ein grauer Schleier über die sonst so lebensfrohe Stadt gelegt. Ich denke auch, die wenigstn Menschen haben hier noch Lust, einen Kurzurlaub zu verbringen. So hat das wohl mit Sicherheit noch größere Auswirkungen für meine Hansestadt. Ich hoffe nur, dass es nicht noch schlimmer wird und dass man irgendwann einfach all das Schöne wieder genießen kann, was man in Hamburg jeden Tag geboten bekommt.

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